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 Friedrich II. - König von Preußen
Friedrich1712 Offline




Beiträge: 42

18.09.2009 16:33
RE: Friedrich II - Steckbrief Antworten





Steckbrief:

Geboren:24.1.1712
Gekrönt:31. Mail 1740
Kriege:I Schlesischer Krieg 1740-1742, II Schlesischer Krieg 1744-1745, III Schlesischer, oder 7 Jähriger Krieg 1756-1763, Bayerischen Erbfolgekrieg (1778/1779)
Wichtige Nationale Entscheidungen:Abschaffung der Folter, I Polenteilung 1772,
Berühmte Zitate:Berühmte Zitate: Jeder soll nach seiner Facon seelig werden.; Kartoffelbefehl des 24. März 1756



Tod:

Friedrich starb am 17. August 1786 im Schloss Sanssouci in seinem Sessel. Obwohl er in einer Gruft auf der Terrasse von Schloss Sanssouci neben seinen Hunden beerdigt werden wollte, ließ ihn sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. in der Potsdamer Garnisonkirche in einer hinter dem Altar befindlichen Gruft an der Seite seines Vaters, Friedrich Wilhelm I., beisetzen. 1944 wurde der Sarg in die Elisabethkirche nach Marburg verbracht und kam 1952 – auf Initiative von Louis Ferdinand von Preußen – in die Kapelle der Burg Hohenzollern. Erst nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990, am 17. August 1991, wurde der letzte Wille des großen Königs erfüllt und der Sarg Friedrichs II. wieder nach Potsdam überführt, um dort in der bereits zu Lebzeiten Friedrichs vollendeten Gruft beerdigt zu werden. Somit wurde Friedrichs altes Bonmot, in Französisch, „Quand je suis là, je suis sans souci“ („Wenn ich da bin, bin ich ohne Sorgen“) endlich zur Wahrheit.

[ Editiert von Moderator Friedrich1712 am 18.09.09 16:40 ]




Die Wichtigsten Geschichtlichen Ereignisse zur Zeit Friedrichs des Großen für Preußen

1738: Ein Geheimbündniss mit Frankreich löst Preußen von seiner Abhängigkeit von Österreich.
24.1.1712 wurde Friedrich II im Berliner Stadtschloss geboren, er war der älteste überlebende Sohn von 14 Kindern.
1728 begann Friedrich heimlich mit Flötenunterricht bei Johann Joachim Quantz.
1729 Suchte Friedrich II eine enge Freundschaft zum musischen und gebildeten 8 Jahre älteren Leutn. Hermann v Katte.
Beide interessierten sich zudem für das Flötenspiel und die Dichtkunst.

31.5-28.6.1730 Historische Bedeutung erlangte des Lustlager auch durch einen, während der Manövertage ausgetragenen, heftigen Streit zwischen dem Soldatenkönig
Friedrich Wilhelm I. und seinem Sohn, dem damaligen Kronprinzen Friedrich, der Zeithain daraufhin fluchtartig verließ. Während des Lagers offenbarte
Friedrich seinem Freund Hans Hermann von Katte den Plan, nach Frankreich zu fliehen, um sich der Erziehungsgewalt seines strengen Vaters zu entziehen.
Katte versuchte ihn zwar davon abzuhalten, begleitete ihn aber schließlich doch und wurde dafür später hingerichtet

4-5.8.1730 In der Nacht vom 4. auf den 5. August 1730 unternahmen beide in Steinsfurt einen dilettantisch geplanten Fluchtversuch über Frankreich nach England, der
jedoch bereits in seinen Ansätzen vereitelt wurde. Friedrich wurde in der Festung Küstrin inhaftiert.

Zunächst war Katte von einem preußischen Kriegsgericht wegen Desertion zu lebenslanger Festungshaft verurteilt worden. Friedrichs Vater aber ließ dem Gericht mitteilen, es möge sich nochmals zusammensetzen und ein neues Urteil fällen, womit er die Richter unmissverständlich aufforderte, ein Todesurteil gegen Katte zu verhängen. Schließlich wandelte Friedrich Wilhelm selber den – nach wie vor auf lebenslange Festungshaft lautenden – Spruch am 1. November 1730 per Allerhöchster Kabinettsordre in ein Todesurteil um, welches am 6. November vor den Augen Friedrichs in Küstrin auch vollstreckt wurde. Der König, der Friedrich anfangs ebenfalls wegen Verrats hinrichten wollte, verschonte ihn schließlich, wohl auch aus außenpolitischen Erwägungen, nachdem sowohl Kaiser Karl VI. als auch Prinz Eugen sich schriftlich für den Kronprinzen verwandt hatten. Er wurde aber zur Festungshaft in Küstrin verurteilt.
Friedrich wiederum wurde zeitweilig sein prinzlicher Status aberkannt. Anfangs noch arretiert, diente er ab 1731 in der Küstriner Kriegs- und Domänenkammer, bis er im November wieder in die Armee aufgenommen wurde und fortan als Inhaber des Infanterieregiments Nr. 15 im damaligen Ruppin stationiert war. So lernte er Heeres- und Zivilverwaltung in eigener Anschauung kennen. Nachdem er 1732 einer Heirat mit der ungeliebten Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern – der Tochter Herzog Ferdinand Albrechts II. von Braunschweig – zugestimmt hatte, war der Konflikt mit dem Vater nach außen hin beigelegt und Friedrich als Kronprinz rehabilitiert.

31.5.1740 Friedrich II wird König
3.6.1740 Ein Gesetz verbot die Folter, wenn nicht der Verdacht auf besonders schwere vergehen, bzw Mehrfachmorde vorhanden war.
1754 Die für Preußen in wirtschaftlicher Hinsicht nicht ganz uneigennützige Toleranz und Offenheit gegenüber Einwanderern und religiösen Minderheiten wie Hugenotten
und Katholiken ist eine feste Größe seiner Amtszeit: „Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren [(öffentlich) bekennen], erliche
Leute seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land pöbplieren [bevölkern], so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen“ (aus einem Brief,
1740). In der diskriminierenden Behandlung der Juden knüpfte Friedrich II. jedoch nahtlos an die Politik seiner Vorgänger an (Revidiertes General-Privileg 1750).


22.6.1740 Am 22. Juni 1740 schreibt er „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

I+ II Schlesischen Kriege, siehe hier : forum.php?forum=38

29. August 1756 Preußen überschreitet ohne Kriegserklärung die Grenze Sachsens und beginnt somit den 7 Jährigen Krieg aufgrund von Prävention.
5. Dezember 1757 Schlacht von Leuthen, Friedrich II siegte mit 22.000 Soldaten gegen eine Österreichische Übermacht von 66.000 Mann.
18. Juni Preußen wird bei Kolín besiegt, Friedrich verliert den Nimbus der Unbesiegbarkeit.
23. Juni: Im Siebenjährigen Krieg besiegt in der Schlacht bei Landeshut die österreichische die preußische Armee. Der preußische Heerführer Heinrich August de la Motte Fouqué ist prominentester Gefangener
14. bis 30. Juli: Die Preußen beschießen Dresden, das von 13.000 Österreichern besetzt gehalten wird.
31. Juli: In der Schlacht bei Warburg siegen britische Truppen mit ihren deutschen Alliierten gegen Frankreich und geben die Stadt anschließend zur Plünderung frei.
12. August 1759 Niederlage bei Kunersdorf
15. August 1760: Friedrich II. erringt mit letzter Kraft dank seines legendären Reitergenerals Hans Joachim von Zieten einen Sieg bei Liegnitz
9. Oktober 1760: Berlin wird durch die Russen (20k)und Österreicher (15k)eingenommen.
3. November 1760: In der Schlacht bei Torgau siegen die Preußen.
5. Januar 1762 starb Elisabeth und Peter bestieg als Peter III. den Zarenthron. Als erste Amtshandlung schloss er am 5. Mai 1762 mit Preußen einen Sonderfriedensvertrag
in St. Petersburg und stellte Friedrich II. ein Hilfskorps von 15.000 Mann unter General Tschernyschew zur Verfügung.
x Peters Gemahlin Katharina die II wurde aufgrund eines Gerüchtes das sie verbannt werden sollte und aufgrund der unzufriedenheit über die Politik des Zaren zur
Zarin ausgerufen. Peter III wurde zum abdanken gezwungen.
17. Juli 1762 Peter III wurde von Parteigängern der neuen Zarin ermordet.
12. September 1762 wurde Katharina die II in der Himmelfahrtskathedrale Moskauer Kremls offiziell zur Zarin gekrönt.

10. Februar den Frieden von Paris, Frankreich Großbritanien und Spanien schließen Frieden.
15. Februar 1763 Frieden von Hubertusburg zwischen Preußen und seinen Gegnern geschlossen. Der Status quo ante bellum wurde wiederhergestellt.
1763 Preußen wird 5te Europäische Großmacht
1763 Die intellektuelle Weltoffenheit des jungen Königs aus seinen ersten Regierungsjahren wich der Verbitterung und einem ausgeprägten Zynismus.
24. März 1756 im so genannten Kartoffelbefehl wies er an, sämtlichen Untertanen den Kartoffelanbau „begreiflich“ zu machen.
1763 kümmerte er sich verstärkt um den Landesausbau, besonders in der Mark Brandenburg durch die Trockenlegung unter anderen des Drömlings ab 1770 und des
Oderbruches bis 1762.
17. Februar 1772 wurde Polen zwischen Preußen, Russland und Österreich auf initiative von Friedrich II aufgeteilt.
30. Dezember 1777 Starb der bayerische Kurfürst Maximilian III. Joseph und Österreich beanspruchte Bayern, obwohl es an die Pfälzische Linie fallen sollte.
1777 wird Karl Theodor Kurfürst von Bayern.
Kurz nach dem Tode Maximilians III erhebt Österreich Ansprüche auf Niederbayern und die Oberpfalz.
Da Kaiser Joseph II. Niederbayern und die Oberpfalz für Österreich beanspruchte, war Karl Theodor bereit, im Tausch gegen Vorderösterreich auf diese Landesteile
zu verzichten.
Joseph II Kaiser von Österreich konnte Kurfürst Karl Theodor dazu bewegen, im Tausch gegen erhebliche finanzielle Gegenleistungen und Vorderösterreich (Freiburg bis Konstanz) auf diese Teile Bayerns zu verzichten.
3. Januar 1778 rückten Österreichische Truppen in die Oberpfalz und Niederbayern ein.
3. Juli 1778 erklärte Preußen nach vorausgegangenem diplomatischen Hickhack Österreich den Krieg, damit Bayern nicht an Österreich fällt.
5. Juli 1778 Maschierten die Preußen in Böhmen ein, womit der Bayerische Erbfolgekrieg begann.
bauch als „Kartoffelkrieg“ bekannt, vereitelte Friedrich II. die Bestrebungen des Habsburgers und Kaisers Joseph II., Belgien gegen große Teile Bayerns zu tauschen.
Ohne das Eingreifen Preußens wäre Bayern damals mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Teil Österreichs geworden. Das österreichische Festhalten am bayerisch-
belgischen Tauschprojekt beantwortete Preußen mit der Gründung des protestantisch dominierten Fürstenbundes im Jahre 1785.
13. Mai 1779 wurde der Krieg, in dem es praktisch zu keinem größeren Gefecht kam, durch den Frieden von Teschen beendet. Im Bayerischen Erbfolgekrieg verlor Karl
Theodor 1779 im Frieden von Teschen das Innviertel an Österreich und erhielt dafür die Anerkennung der Rechtmäßigkeit seiner Erbfolge.
Karl Theodor versuchte danach ganz Bayern gegen die Österreichischen Niederlande zu tauschen, was ihn bei der Bevölkerung unbeliebt machte. In Verhandlungen mit dem Kaiser hoffte er auf ein eigenes mittel- und niederrheinisches Königreich Burgund, doch scheiterten auch diese Pläne am Widerstand Friedrichs II. von Preußen, der 1785 den Fürstenbund mobilisierte und so das Tauschgeschäft undurchführbar machte. Wien konnte sich innerhalb des Reiches gegen Berlin fortan nicht mehr durchsetzen.


Friedrich starb am 17. August 1786 im Schloss Sanssouci, körperlich verwahrlost, in seinem Sessel. Obwohl er in einer Gruft auf der Terrasse von Schloss Sanssouci neben seinen Hunden beerdigt werden wollte, ließ ihn sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. in der Potsdamer Garnisonkirche in einer hinter dem Altar befindlichen Gruft an der Seite seines Vaters, Friedrich Wilhelm I., beisetzen. 1944 wurde der Sarg in die Elisabethkirche nach Marburg verbracht und kam 1952 – auf Initiative von Louis Ferdinand von Preußen – in die Kapelle der Burg Hohenzollern. Erst nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990, am 17. August 1991, wurde der letzte Wille des großen Königs erfüllt und der Sarg Friedrichs II. wieder nach Potsdam überführt, um dort in der bereits zu Lebzeiten Friedrichs vollendeten Gruft beerdigt zu werden. Somit wurde Friedrichs altes Bonmot, in Französisch, „Quand je suis là, je suis sans souci“ („Wenn ich da bin, bin ich ohne Sorgen“) endlich zur Wahrheit

[ Editiert von Moderator Friedrich1712 am 20.09.09 13:49 ]

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