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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Der Einzelspielerbereich
Seydlitz Offline




Beiträge: 1.234

01.11.2009 16:42
RE: ETW als Spiel spielen und genießen! Wie? Antworten

Empire: Total War ist sicherlich von Bugs und Problemen behaftet. Nimmt man mal die Abstürze beiseite, so kann man das Spiel trotz diverser Bugs und anderer persönlicher Sachen, die einem nicht so gefallen, an sich sehr gut spielen.
Wenn ich mich in der Forenwelt umsehe, so fehlt bei vielen die Langzeitmotivation für das Spiel oder es ist für sie keine Herausforderung oder diverse andere Gründe ähnlichen Ursprungs.
Der Grund ist eindeutig in der Spielkultur zu suchen oder anders ausgedrückt, es ist darin zu finden wie der Spieler das Spiel spielt!

Man hat eine Fraktion ausgewählt, den Schwierigkeitsgrad und die Kampagnenart, los geht’s! Das vorgegebene Kampagnenziel im Nacken wird nun auf biegen und brechen versucht es zu erreichen, möglichst bereits lange vor Ablauf der gegebenen Frist und „Ratz Fatz“ ist die halbe Welt erobert und man kann auszählen wen man so alles als nächstes auslöscht. Antrieb hier weiter zu spielen, auch weil die KI hier dann grundlegend schwächer ist als man selber ist relativ gering.

Diese Spielform, in genannter oder ähnlicher Form macht die Mehrheit, aber ist sie richtig?
Ob die falsch oder richtig ist kann man nicht beantworten, allerdings gibt es eine Alternative Spielweise, welche den Spaß erheblich steigert. Hierfür muss man sich aber grundlegend umstellen und das bedarf einiger Überwindung, welches vielleicht das größte Hindernis ist. Ich will die Methode aber nun einmal vorstellen:

A. Der erste Schritt geht bereits bei den Spieleinstellungen vor dem Start los

Hier ist grundsätzlich ohne Wenn und Aber die Weltherrschaft zu nehmen bei der großen Kampagne. Der Grund dafür ist, dass hier die KI nicht mit Zielen vermurkst wird! Was viele nicht wissen, bzw. einige auch bestreiten ist nämlich, dass die anderen großen Nationen unter KI Steuerung dieselben Ziele verfolgen wie sie auch der menschliche Spieler bei dieser Fraktion vorgegeben. Bei der Auswahl Weltherrschaft ist dieser Zwang bei den meisten Fraktionen weitaus geringer und anders, beispielsweise wird an sich nicht mehr so deutlich und gezielt vorgegeben, dass die Fraktion A die Provinz XYZ einnehmen muss, bzw. es ist nur noch im geringen Umfang vorhanden.
Bei den Schwierigkeitsgraden für Kampagne und Schlachten sieht es etwas anders aus. Hier muss man sich vor allem erstmal bewusst werden, dass ein höherer Schwierigkeitsgrad nicht die KI schlauer, sondern nur stärker macht!
Für die Kampagnenschwierigkeit empfehle ich immer normal oder schwer auszuwählen, denn hier ist di KI zwar auch am „cheaten“, sprich sie kann sich für dasselbe Geld weit mehr leisten als der Spieler und sie hat auch mehr Einkommen als der Spieler, aber dieses hält sich hier noch in Grenzen, ohne das die KI dadurch schwächer wird.
Bei der Schlachtschwierigkeit ist es so, dass hier das Können des Spielers ausschlaggebend für die Auswahl sein sollte. Diese Selbsteinschätzung ist immer schwer, aber wenn man sich für gut genug hält, dann sollte man hier schwer oder sehr schwer bei dem Balken nehmen. Bei sehr schwer ist zum Beispiel eine Einheit Milizkavallerie der KI durchaus in der Lage Kürassiere des Spielers zu schlagen. Einigen gefällt dieses, anderen nicht, aber die Herausforderung ist auf jeden Fall höher.
Der Spieler hat in der Regel schneller bessere Einheiten als die KI ur Verfügung. Wenn aber die KI Einheiten trotzdem das Level des Spielers haben bei „sehr schwer“, dann kann er nicht mehr so einfach den KI Gegner mit einfach nur besseren Einheiten zuspammen und überrollen, sondern muss auch etwas mehr in die Trickkiste der Taktik greifen.

B. Der zweite Schritt beginnt direkt mit dem Kampagnenziel nach dem Start

Natürlich hat man wie immer sein Kampagnenziel vorgegeben bekommen, doch hier geht es direkt los: Ist das Kampagnenziel wichtig?
Nein! Es interessiert nicht die Bohne und ist ersatzlos wegen Unwichtigkeit zu streichen!!!

Mag jetzt für viele die erste Umstellung sein, aber hier beginnt das Übel welches die Motivation nimmt. Sobald der Spieler dem Kampagnenziel mit seiner Zeitvorgabe des Erreichens Beachtung schenkt und es erreichen will, setzt der teuflische Automatismus ein, der hier getötet werden muss im Kopf des Spielers!
Ihr habt hier nichts zu tun was der Computer euch vorgibt, macht ihr es doch, dann macht ihr immer wieder nahezu identische Spielverläufe und genau das wird dann langweilig!
Euer Kampagnenziel ist Spaß am Spiel und sonst gar nichts!!!

C. der dritte Schritt beginnt mit den Eroberungsgelüsten

In ETW geht es darum Provinzen zu erobern und sich zu vergrößern. Sobald ihr aber Punkt B verinnerlicht habt und 100% berücksichtigt, dann werdet ihr hier auch ruhiger!
Trotz mit Patch 1.5 verbesserter Diplomatie werdet ihr weiterhin von diversen KI Völkern automatisch den Krieg erklärt bekommen oder man aufgrund der vorgegebener diplomatischer Beziehungen in einen Krieg hineingezogen wird. Lasst es also sein, gerade am Anfang selber Kriege zu erklären!!!

Wenn ihr Krieg habt, dann konzentriert euch bei Eroberungen auf einen Gegner und fangt nicht an in kürzester Zeit zur militärischen Weltmacht zu mutieren im Spiel! Fangt also keine wilde Aufrüstung an, auch wenn ihr es euch leisten könnt. Wenig ist hier mehr und dann auch vor allem mehr Herausforderung damit erfolgreich umzugehen! Nehmen wir Preußen als Beispiel:
Ihr habt Krieg mit Polen und ungefähr 2 Armeen. Baut diese Armeen aus und mehr nicht und kämpft mit diesen 2 Armeen euren Krieg gegen Polen!
Habt ihr noch andere Gegner, dann lasst euch was einfallen oder baut zumindest nur maximal soviel, was das Minimum für euch ist um mit der Situation klar zu kommen.

Macht ansonsten viel Diplomatie und wenn ihr wegen geringerer Streitkräfte weniger Geld habt, dann baut eure Provinzen damit aus. Wenn noch was übrig ist, dann legt es auf die hohe Kante!

D. Der vierte Schritt beginnt mit dem Umgang mit der KI

Die KI ist grundsätzlich langsamer in der Entwicklung und im Ausbau und in der Entscheidung. Sie ist um Welten besser als bei M2TW und RTW, aber sie ist noch nicht perfekt und wie Mike Simpson uns sagte, läuft sie nur auf 3 von möglichen 12 Zylindern. Daher:

Lasst der KI Zeit zum Aufbau und lehnt euch auch mal einige Runden zurück und macht nur die üblichen Ausbauten, Reparaturen und notwendigsten defensiven Bewegungen und klickt mal nur durch die Rundenwechsel. Macht das mal 10 Runden so ohne die nächste Provinz zu erobern, auch wenn ihr es leicht könntet. In diesen 10 Runden passieren Wunder auf der Weltkarte und wenn ihr so eine Pause öfters macht oder nach jeder eroberten Provinz, dann erlebt ihr eine neue KI im Spiel!

Diese Ruhe mag schwer fallen, aber was treibt euch? Das angezeigte Spieljahr da unten rechts? Blödsinn, das interessiert nicht und zur Not klebt da was drüber auf dem Bildschirm, wenn ihr es nicht aus dem Kopf kriegt.
Natürlich werdet ihr so das Kampagnenziel auch nicht erreichen, klar, aber das war ja auch nie die Absicht gewesen. Kommt die Meldung, einfach auf „weiterspielen“ klicken!

E. Spezialunterstützung

Wenn ihr ein bestimmtes KI Volk stärker haben wollt, dann unterstützt es doch. Gebt ihm was Geld ab über die Diplomatie oder wie wäre es, wenn ihr mal eine Provinz gegen nichts oder unbedeutende Sachen verschenkt an jemanden?
Man kann so das Spiel und die KI als Spieler beeinflussen, denn wenn man seinem Verbündeten zum Beispiel eine Provinz an der Grenze zu seinem Feind schenkt, z.B. mal dem verbündeten Bayern Galizien im Osten, dann ergeben sich vollkommen neue Konstellationen und Abläufe. Diese sind meistens nicht vorhersehbar, klar, aber es hat Konsequenzen.



Mitglied im DMUC Entwicklerteam als Betatester und Ratgeber!
Mitglied bei Garde du Corps Entwicklerteam!

:)

Herzog Carl Eugen Offline




Beiträge: 1.754

01.11.2009 19:02
#2 RE: ETW als Spiel spielen und genießen! Wie? Antworten

Also ich spiele sehr ähnlich und das mit der Welter-kamp. kommt ja nicht von ungefähr.

Dann gebe ich mal ein Beispiel:

Ich spiele sehr gerne mit Preussen eine Welter-kamp. auf Schwer und Schlachten KI auf normal.
Ich warte dann solange bis mir Österreich mir den Krieg erklärt. Wenn dies nicht passiert helfe ich auch mal nach, mit Spionen z.B.

Mit Polen verbünde ich mich immer und das hält dann auch bis zum Ende der Kamp.
Ich versuche dann immer im späteren Spielverlauf Westpreussen gegen irgendetwas zu tauschen.

Hannover wird zu meinem Protektorat und einem mächtigem Verbündeten. Sie bekommen von mir alle erforschten
Technologien und auch mal eine Provinz.


Auf Kampangenziele achte ich schon lange nicht mehr.


Cicero1995 Offline




Beiträge: 2.159

01.11.2009 19:19
#3 RE: ETW als Spiel spielen und genießen! Wie? Antworten

Ich hab mal mit den Franzosen versucht das Kampagnenziel zu erreichen. An sich wars zwar ok aber jedes Land hat mich gehasst wodurch ich mit nur wenigen Ländern handeln konnte bzw. verhandeln konnte, die KI hatte so ab 1770 als ich richtig stark war ohne Chancen und man sah oft völlig leere Städte an den grenzen oder auch Hauptstädte wo bloß 1 oder 2 Milzeinheiten drin waren. Und bei Prestige war ich extrem weit in Führung!

Versucht mal mit Preussen soviele deutsche Kleinstaaten zu Prodektorate zu machen. Macht wirklich Spaß wenn dir in einem Krieg 4 oder 5 Kleinstaaten helfen und es bei Schlachten 3 zu 1 für die steht! Man muss halt irgendwie versuchen die Kleinstaaten glücklich zu machen zum Beispiel mal eine Provinz oder Geld schenken sonst könnte es passieren das der ein Kleinstaat dem anderen den Krieg erklärt und dann wird es blöd!



Meine Steam-Screenshot-Sammlung von ETW, NTW, STW2, Radsportmanager, Oblivion usw. Reinschauen lohnt sich: http://steamcommunity.com/profiles/76561...58/screenshots/

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