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 Ein Schuss der um die Welt geht!
Seydlitz Offline




Beiträge: 1.234

24.10.2009 11:19
RE: Kapitel IV - Expansion und Politik Thread geschlossen

Kapitel IV

Im Kriegsministerium wurden alle Vorbereitungen getroffen um eine weitere Armee aufzustellen um den neuen Bedrohungen her zu werden. Der Marineminister erhob im Kabinett sein Wort und sagte:

„Gentlemen, warum sollen wir erhebliche Geldmittel für den Aufbau und Unterhalt weiterer Landstreitkräfte aufwenden, wenn die US Navy den Schutz der Küsten übernehmen kann? Ist es nicht so, dass der Feind einen weiten Seeweg in Kauf nimmt um seine Truppen an unseren Küsten anzulanden? Was liegt denn da näher als den Feind bereits auf See zu vernichten?“

Nach einem allgemeinen Gemurmel erhob der Justizminister das Wort:

„Sir, es ist sicherlich augenscheinlich logischer den Feind mit einer starken Marine abzuwehren, allerdings ist der Unterhalt einer starken Marine letztlich meiner Meinung nach kostenintensiver als die einer weiteren Armee, wie mir mein Kollege aus dem Schatzamt sicherlich beipflichten wird. Wichtiger jedoch ist in meinen Augen, dass wir hier zu Lande auch starke Truppen zur Eindämmung von Unruhen zur Verfügung haben und das wir an land bis auf Louisiana nur von Feinden oder in ihrem zukünftigen Verhalten fragwürdigen Staaten umgeben sind. Die Irokesen sind uns freundlich gesonnen, aber wie lange noch? Wir haben einen drastischen Anstieg der Einwanderer aus aller Herren Länder zu verzeichnen und wir müssen uns zwangsläufig erweitern um dieser Einwanderung her zu werden. Momentan sind 2 Armeen mit der Vernichtung der Cherokee beschäftigt, wir haben nur noch eine Armee in Boston und Albany und hier eine hastig aufgestellte Streitkraft, damit Pennsylvania, Maryland und Virginia nicht vollkommen schutzlos sind. Ich stimme also für den Aufbau einer weiteren Armee, aber auch für den Ausbau der Flotte um 2 weitere Fregatten.“

Der Marineminister warf ein, dass nach der Vernichtung der Cherokee ja eine Armee wieder frei würde, doch der Außenminister antwortete kurz „sicher, aber eine Armee für mobile Aufgaben im ganzen Land?“

George Washington war von sich aus gegen eine starke Streitmacht, da er hier immer die Gefahr eines Militärstaates sah. Doch die Situation erfordert eine starke Armee und er war nicht blind. Den Ausschlag in der stundenlangen Diskussion gab letztlich Vizepräsident Adams:

„Gentlemen, die Cherokee werden sicherlich in ein paar Wochen vernichtet sein und sicherlich wird dann eine der beiden Armeen frei werden für neue Aufgaben, aber welche? Die Marine bedarf unzweifelhaft einer Verstärkung um unsere Küsten und Handelsrouten zu schützen. Bendenken sie alle die ewigen Störungen in der alten Welt und hier kann nur eine starke Flotte helfen oder wenn wir in der alten Welt einmarschieren. Ich denke letzteres steht außerhalb jeder Diskussion, denn das können wir uns weder leisten noch sind wir dazu in der Lage, noch wissen wir um die politischen Auswirkungen mit den uns neutral gegenüberstehenden europäischen Mächten. Wir sind eine Republik und sie sind bis auf wenige Ausnahmen Monarchien, schon deswegen haben wir nicht viele Freunde an den Höfen!
Spanien wurde von unseren französischen Freunden vernichtet und neue Nationen entstanden. Kuba haben wir erobert aber es gibt noch weitere Gebiete, welche wir uns untertan machen können. Hierfür brauchen wir Streitkräfte zu Land uns zu Wasser!“

Das Kabinett entschloss sich daher den Aufbau der Armee in Philadelphia voranzutreiben und weitere Fregatten in Auftrag zu geben. Schnell brach aber erneut eine Meinungsverschiedenheit aus, denn Vizepräsident Adams schlug hier eine schlagkräftigere Armee aus Einheiten mittleren Infanterie (Anmerkung: American Legion) vor, währen der Kriegsminister hier auf eine herkömmliche Zusammensetzung aus Continentals & Co. Drang. George Washington entschied sich hier für einen Kompromiss, bei dem auch 3 Einheiten Continentals und herkömmliche Kavallerie enthalten war.

Währenddessen rückten die 2 Armeekorps unaufhaltsam auf die Hauptstädte der Cherokee vor und führten ihren Doppelschlag aus!



In zwei Schlachten wurden die Cherokee vernichtet, wobei allerdings in der 2. Schlacht beide Generäle fielen.

Replay der Schlacht:
USA Cherokee01.empire_replay

Nach dem die Siegesnachricht den Kongress erreichte war die Freude groß, aber schnell wurde man wieder nüchtern und zog in aller Eile ein Armeekorps in Richtung Philadelphia ab, während das andere in den beiden neu eroberten Gebieten für Ruhe und Ordnung sorgte, bis sich auch diese Provinzen selbst verwalten und helfen können.

Die Friedensbefürworter im Kongress waren klar in der Minderheit, doch sie machten einen lautstarken Protest, als ihre Forderung nach einer erneuten Abrüstung der Armee kalt abgewiesen wurde. In ihren Augen entwickelte sich die Regierung zu einer Militärdiktatur wenn sie ihren Forderungen nicht nachkommt. Was sie nicht wussten, das Kabinett beriet sich erneut und in der Nacht vom 18.11. auf den 19.11.1791 wurde nach einstimmigen Beschluss die Vorbereitung zur Eroberung von neu Hispaniola und von Panama vorbereitet.
Als die Kriegsgegner im Kongress und auch im Repräsentantenhaus diese Neuigkeit erfuhren, da brach ein Sturm des Protestes los. Der Abgeordnete William Cooper ging sogar soweit, dass er einen offenen Brief an die Regierung von Großkolumbien schrieb und sie vor der Landung warnte, welche gegen ihre Interessen wäre. Cooper durfte sich hierfür vor dem obersten Gericht verantworten, denn ihm wurde das Mandat im Repräsentantenhaus entzogen und man war sich einig, dass er gegen die Interessen der Vereinigten Staaten handelte.

George Washington sprach vor beiden Kammern und endete seine Begründung für das Vorgehen der Regierung mit den Schlussworten:

„Krieg ist immer ein Akt der Gewalt um seinen Gegnern seinen eigenen Willen aufzuzwingen! Unser Wille ist es den Menschen unseres Landes Reichtum, Glück und Wohlstand zu bringen und dieses geht in Zeiten eines Krieges, der uns auferlegt wurde nur mit kriegerischen Mitteln!“

Die Würfel waren gefallen und Neu Hispaniola wie auch Panama wurden relativ einfach erobert. Nach der Eroberung von Panama kam es jedoch zu erheblichen Differenzen mit Kolumbien auf diplomatischer Ebene. Der offene Brief von Cooper mag mehr oder weniger der Auslöser gewesen sein, Kolumbien fühlte sich auf jeden Fall nach der Eroberung von Panama von den USA bedroht! Nach schweren Verhandlungen einigte man sich jedoch mit einem für beide Seiten zufrieden stellenden Vertrag, der ein festes gemeinsames Bündnis vorsah und die Übergabe Panamas an Kolumbien enthielt.
Diese Übergabe wiederum erzürnte eine Gruppe im Kongress, welche nicht ein Fuß breit erobertes Gebiet an irgendwem abgeben wollte. Washington sah sich dieses Vertrages wegen unter erheblichen politischen Druck und die Umfragwerte für die nächste Wahl sahen düster aus.
Nur weitere militärische Erfolge würden hier noch die Wiederwahl von Washington garantieren können, doch auch hier gab es Rückschläge!

Der Schatzminister schlug Alarm und legte dieses Dokument vor welches den erheblichen Einbruch im Handel auswies.



Die US Navy war zwar erfolgreich in der Abwehr von preußischen Landungen und nur eine Landung kam durch und wurde mit Leichtigkeit abgewehrt, auch die Seelandungen und die Abwehr mexikanischer Flotten in der Karibik konnte sie als Erfolg verbuchen, aber in der alten Welt spielte sie keinerlei Rolle. Eine Expeditionsflotte aus 2 x 3. Klasse Linienschiffen und Unterstützungseinheiten wurde von der preußischen Marine vernichtet. Als die preußische Marine dann auch noch anfing die USA von den Handelsplätzen vor Westafrika und Südamerika zu vertreiben, da war das Maß voll und der Marineminister durfte seinen Hut nehmen. Der neue Minister schlug umgehend ein Neubauprogramm von mittleren Einheiten vor und seine Vorschläge wurden, wenn auch gekürzt vom Kongress abgesegnet. Schnell wurden die Handelsplätze wieder zurückerobert, auch wurde die Blockade des Hafens von Kuba schnell gebrochen, doch der Seekrieg brach nun in aller Heftigkeit aus!



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